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US-Wahlkampf

Beantwortet Kamala Harris bei Interviews nur vorab abgesprochene Fragen?

22.10.2024

| Lesedauer: 2 Minuten
Kamala Harris und die Interviews. Irgendwie ist es immer das Gleiche: Erst hat sie kein Glück und dann kommt auch noch Pech hinzu.

Schon lange wird der Präsidentschaftskandidatin der Democrats vorgeworfen, nur abgestimmte Interviews zu machen, keine kritischen Fragen zu beantworten und sich am liebsten auf ihr wohl gesonnenem Terrain zu bewegen.

Das Interview bei Fox News, hart moderiert von „Special Report“-Moderator und Fox-Politikchef Bret Baier, war die absolute Ausnahme und ging dementsprechend für sie in die Hose. Auch wenn Kamalas Team es anschließend als Triumph deklarierte – für ihren Mut in die Höhle der Löwen gegangen zu sein.

Aber selbst bei wohlmeinenden Interviewpartnern läuft es unrund. Zum Beispiel bei dem Format 60 Minutes, bei dem ganz offensichtlich geschnitten werden musste. Der Sender CBS weigert sich bis heute, das Transkript beziehungsweise die ungeschnittene Version herauszugeben. Ein Akt, der bei anderen 60-Minutes-Gästen durchaus üblich war.

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Kamala Harris‘ Pech: Der Bedarf an „echten“ Interviews und ungefilterten Antworten ist bei den Wählern durchaus vorhanden. Satte 7,1 Millionen Zuschauer schauten das 20-minütige Gespräch mit Bret Baier, was es zum meistgesehenen Interview der Wahlsaison 2024 macht. Seine harten Fragen machten das Gespräch interessant, zeigten potentiellen Wählern, wie sie mit Gegenwind umgeht. Ein Talent, was ein zukünftiger Präsident beherrschen muss.

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Aber Harris meidet kritische Fragen. Seit 93 Tagen ist sie die demokratische Kandidatin für das Präsidentenamt, ohne eine offizielle Pressekonferenz abgehalten zu haben. Trump gab im gleichen Zeitraum sechs Pressekonferenzen, bei denen er Fragen aller Medien beantwortete. Sogar Präsident Biden, ansonsten auch sehr sparsam mit Pressekonferenzen, erschien Anfang dieses Monats im Pressekonferenzraum des Weißen Hauses.

Jetzt der neueste Akt in diesem traurigen Schauspiel. Ort: Ein Town Hall, eine Frage und Antwort Stunde mit Bürgern in Oakland County, Michigan. Moderiert von der ehemaligen kalifornischen First Lady und Journalistin Maria Shriver.

Eine Bürgerin fragte Shriver, noch bevor Harris die Bühne gemeinsam mit der ehemaligen Kongressabgeordneten Liz Cheney betrat, wann sie ihre Frage stellen könne. Moderatorin Maria Shriver erklärte den verdutzten Anwesenden, dass sie leider keine Fragen stellen könnten. Vizepräsidentin Kamala Harris würden nur „vorgegebene Fragen“ beantworten.

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Das Video von Shrivers Antwort ging in den sozialen Medien schnell viral. Auf X schimpften Nutzer, die Veranstaltung sei eine „Hollywood Produktion“ gewesen und kein echtes Town Hall, bei der Fragen unzensiert gestellt werden dürfen. „Das war kein Town Hall. Das war eine Bühnenproduktion“, schrieb ein User. Eine Produktion, bei der die Kandidatin das Drehbuch vorab kannte.

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